Meine Stimme für vhelp.de - DiBaDu und Dein Verein 2015

(08. Juni 2015) –  Ab sofort kann jeder auf www.ing-diba.de/verein für den Verein vhelp.de Vertreter helfen Vertretern e.V. im Rahmen der Aktion „DiBaDu und Dein Verein“ abstimmen. Bei dieser Aktion werden deutschlandweit insgesamt 1.000.000 Euro an 1.000 gemeinnützige Vereine gespendet. Dabei zählt jede Stimme, denn die 1.000 dort registrierten Vereine, die bis 30. Juni 2015 die meisten Stimmen sammeln, erhalten eine Spende in Höhe von 1.000 Euro.

vhelp.de wurde von Allianz-Vertretern gegründet, um Mitgliedern zu helfen, die durch besondere Ereignisse in eine Notsituation geraten sind. Mitglieder können bei psychischen und emotionalen Problemen kostenfrei rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr eine Personal Support Line (PSL) anrufen und professionelle telefonische Beratung oder ggf. persönliche Therapiesitzungen vor Ort in Anspruch nehmen.
vhelp.de fördert die Work-Life-Balance, Gesundheitsmanagement und -vorsorge, Motivation und das Leistungsvermögen sowie das Wohlbefinden unserer Mitglieder und ihrer Angehörigen.

Alle Informationen zur Aktion: http://www.ing-diba.de/verein
Alle Informationen zu vhelp.de: http://www.vhelp.de

 

Vor Burnout muss man sich selbst schützen

(26. Mai 2015) Wer nicht ausbrennen will, muss selbst handeln. Vom Arbeitgeber ist wenig Hilfe zu erwarten. Das E-Book "Krank im Job: Burnout und die Folgen" gibt umfänglich Hilfestellung, Selbsttests und Checklisten
von Christoph Lixenfeld (Autor)

Die meisten halten Burnout für eine Modekrankheit der Postmoderne, an der der Quartalszahlenwahnsinn Schuld ist und der auch ansonsten wachsende Leistungsdruck des 21. Jahrhunderts. Tatsächlich ist lediglich der Begriff neu, nicht aber die von ihm beschriebenen Phänomene. Die gab es schon vor mehr als 100 Jahren, und sie wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts ebenso intensiv diskutiert wie heute. Damals hieß das Ganze Neurasthenie, zu Deutsch Nervenschwäche, laut Wikipedia eine "Modekrankheit der gehobenen Gesellschaftsschicht."

Die Symptome waren dieselben wie beim Burnout: Erschöpfung, Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, unerklärliche Traurigkeit. Es entstanden Spezialkliniken, die den Patienten ‚Ruhekuren‘ verordneten. Auch damals wurde diskutiert, ob nicht das moderne Leben grundsätzlich viel zu stressig geworden ist, um noch für irgendwen erträglich sein.
Nachdem die Menschen durch zwei Weltkriege und diverse Wirtschaftskrisen ein paar Jahrzehnte lang andere Sorgen hatten, kehrte das Ganze 1974 zurück, diesmal unter dem Namen Burnout. Kreiert hatte ihn der der deutsch-amerikanische Psychologe und Psychoanalytiker Herbert Freudenberger.

Kostenloses E-Book der Hannoverschen Lebensversicherung

Seitdem hat sich die Krankheit zu einer regelrechten Epidemie ausgewachsen: Laut dem kostenlosen E-Book "Krank im Job: Burnout und die Folgen", herausgegeben von der Hannoverschen Lebensversicherung AG, fühlt sich heute circa jeder dritte Berufstätige in Deutschland stark erschöpft oder sogar ausgebrannt. Und "bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer" seien nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen vom Burnout betroffen.

Eine weitere, aktuelle Studie von Morgen & Morgen, einem Marktforschungs- und Analyseunternehmen für die Versicherungsbranche, stellte Ende April fest, dass 28,6 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit auf psychische Erkrankungen wie Depression oder Burnout zurückzuführen sind.

Nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt

Trotz dieser dramatischen Zahlen wird Burnout bis heute von den Kassen nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt. Warum das so ist, auch damit beschäftigt sich das E-Book. Burnout bezeichnet weniger eine Krankheit als vielmehr eine Kombination unterschiedlicher Erschöpfungssymptome, das Gefühl, in mehrfacher Hinsicht völlig fertig zu sein. Eine genaue Abgrenzung ist auch für Ärzte schwierig, nicht wenige von ihnen vertreten die These, Burnout sei lediglich eine andere Bezeichnung für Depressionen.

Für Betroffene geht es um drei Dinge

Aus Sicht der Betroffenen sind definitorische Fragen eher zweitrangig. Für sie geht es um drei Dinge: erstens zu erkennen, ob und wann ihnen eine solche Krise droht, zweitens zu lernen, wie man sie dann verhindert und drittens - wenn es für die Punkte eins und zwei schon zu spät ist - zu erfahren, wie sie aus dem Schlamassel wieder herauskommen.
In diesem Sinne haben die Psychologen Sandra Waeldin, Dominic Vogt und Matthias Burisch im Auftrag der Hannoverschen Lebensversicherungs AG ein ausführliches, dabei leicht lesbares E-Book geschrieben, dass Hilfestellung für die unterschiedlichsten Krisenkonstellationen liefert. Denn Burnout ist keineswegs gleich Burnout. Zwar sind fast immer die bereits beschriebenen Symptome beteiligt, aber diese geben noch keinen Hinweis auf die Ursachen.

Wertschätzung schützt vor Ausbrennen

Grundsätzlich können die im privaten oder beruflichen Umfeld liegen - oder in beiden. Was den Job betrifft, so fängt der (innere) Stress oft mit einem permanenten Ungleichgewicht zwischen Geleistetem und dessen Wertschätzung an. Arbeit wird nicht durch ihre schiere Menge als unerträglich empfunden, sondern dadurch, dass es keine Anerkennung dafür und wenig bis keine Gestaltungsspielräume gibt.
Die Autoren des E-Books schreiben dazu: "Es gilt als bewiesen, dass Sinnhaftigkeit und Wertschätzung von Arbeit eine große Bedeutung bei der Bewertung von Stress haben. Fehlt die Anerkennung, so empfinden die Menschen ihre geleistete Arbeit als anstrengender."

Gefährdete Ehrgeizige, Engagierte und Perfektionisten

Natürlich sind nicht alle gleich Burnout-Gefährdet, sondern vor allem die Ehrgeizigen, Engagierten, die Perfektionisten, die es sich nicht verzeihen würden, eine Aufgabe auch mal nur 90-prozentig erledigt zu haben. Oder um im (Sprach-)Bild zu bleiben: Wer ausgebrannt ist, hat vorher eben auch lichterloh gebrannt. Um Ursachen auch jenseits der Jobsituation auf die Spur zu kommen, empfehlen die Autoren Burnout-Gefährdeten eine "Rollenbetrachtung": Welche und wie viele Rollen spielen sie im Leben? Beispielsweise als Partner, Vater, Arbeitnehmer, Koch, ehrenamtlicher Helfer etc. pp. Mehr als fünf bis sechs solcher Rollen zu haben gilt als Stressauslöser. Vor allem ist es wichtig, das "ich" ebenfalls aus eine Rolle zu betrachten und die Frage zu stellen, ob genug Zeit bleibt, um sie auszufüllen.
Arbeitgeber könnten viel tun, aber...

Gestresst sein oder nicht hängt natürlich auch von der individuellen Einstellung beziehungsweise Mentalität ab. Als Verstärker gelten zu hohe (und vor allem unbewusste) Erwartungen. Typisch sind auch die Unfähigkeit, "nein" zu sagen oder der Versuch, es allen recht zu machen. Natürlich können Arbeitgeber viel gegen das Ausbrennen ihrer Mitarbeiter tun - und sie sollten es im Eigeninteresse tun. Schließlich leidet auch das Unternehmen darunter, wenn Mitarbeiter längerfristig wegen Krankheit ausfallen. Theoretisch. In der Praxis, das hat jeder Angestellte schon erlebt, sind Jasager und ehrgeizige Selbstausbeuter für den Chefs angenehme Mitarbeiter, Querdenker und Widersprecher werden allenfalls in Firmenbroschüren gelobt.
 

3 Fragen sollte sich jeder beantworten

Wer nicht ausbrennen will, muss sich also selbst schützen. Das E-Book "Krank im Job: Burnout und die Folgen" gibt hier umfänglich Hilfestellung, vor allem durch verschiedene Selbsttest und Checklisten.
Menschen, die wissen wollen, wie nah sie am (jobbedingten) Burnout stehen, sollten sich zunächst drei Fragen beantworten:

1.Gehe ich noch (einigermaßen) gerne ins Büro? Oder verursacht mir morgens allein schon der Gedanke daran Widerwillen?

2.Habe ich noch Zeit für Hobbys, Freunde, Bekannte? Oder tue ich im Grunde nichts mehr außer arbeiten, essen und schlafen?

3.Kann ich nach Feierabend den Job und die damit verbundenen Themen auch mal vergessen? Oder verfolgt mich das innerlich ständig, vielleicht sogar im Schlaf?

Schon wer eine dieser Fragen eindeutig mit Ja beantwortet, muss dringend etwas ändern. Denn dann sind die anderen beiden Phänomene garantiert auch nicht mehr weit.

http://www.cio.de/a/vor-burnout-muss-man-sich-selbst-schuetzen,3107620

Systemisches Coaching: Instrument für Burnout-Prävention

(22. Mai 2015) Immer mehr Unternehmen suchen nach Mitteln und Wegen für die Burnout-Prävention. Nicht ohne Grund. Psychische Belastungen nehmen unter Arbeitnehmern und Führungskräften gleichermaßen zu. Ein Instrument, dass bei der Umsetzung einer Vorbeugestrategie helfen kann, werden wir ihnen folgenden Beitrag etwas näher vorstellen. Gemeint ist systemisches Coaching.

Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland fühlt sich gehetzt

Traurig, aber wahr: Psychische Belastungen sind inzwischen Alltag für viele Beschäftigte hierzulande. Laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) fühlen sich mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland dazu verpflichtet, immer mehr Tätigkeiten in immer kürzeren Zeitabständen absolvieren zu müssen, als das früher noch der Fall war. Und mehr jeder zweite sagt, dass er sich bei der Arbeit sehr häufig oder oft gehetzt fühlt. Der Führungsriege ergeht es nicht viel besser, denn auch Manager leiden zunehmend an Burnout, worauf die Medien bereits seit Jahren immer wieder hinweisen.

Manche Fehler sind hausgemacht

Die Ursachen für diesen besorgniserregenden Trend sind an mehreren Stellen zu suchen. Einerseits in den gesellschaftlichen Entwicklungen. Eine der Folgen des technischen Fortschritts, dass Tätigkeiten zunehmend unabhängig von Ort und Zeit erledigt werden können beziehungsweise müssen. Das spiegelt sich andererseits im Wettbewerb der Unternehmen wieder, deren Führungskräfte wiederum den damit verbundenen Druck ungefiltert an ihre Mitarbeiter weiterleiten. Damit werden Stress, Burnout & Co. regelrecht Tür und Tor geöffnet. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings in Bezug auf Motivation: Gute Chefs wirken Wunder. Und motivierte Mitarbeiter sind oft nicht gestresste Mitarbeiter.

Erfolgreiche Bunrout-Prävention: Systemisches Coaching ein Ansatz

Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Denn wenn sich erst einmal Prozessabläufe im Betriebsalltag etabliert haben, sind diese oft nur schwer zu ändern. Kurioserweise gerade diejenigen, die sich als schädlich für das Unternehmen beziehungsweise belastend für seine Mitarbeiter herauskristallisiert haben. Hier kann ein Anreiz von außen systemisches Coaching (siehe hierzu auch: www.coaching-kompetenz.de/coaching-muenchen/systemisches-coaching.php) Abhilfe schaffen.
Es hilft Führungskräften und Angestellten dabei:
Stärken und Entwicklungsfelder zu erkennen und auszubauen
Begeisterung zu wecken beziehungsweise (wieder) zu finden
Stress zu meistern und Herausforderungen anzugehen
Blockaden aufzulösen
Selbstvertrauen und somit die Außenwirkung zu steigern
sich im Beruf (beispielsweise nach der Elternzeit) neu zu orientieren
Authentisch zu leben und handeln lernen

Bereitschaft sich zu hinterfragen unabdingbar

Summa summarum ein Instrument für Burnout-Prävention. Doch das funktioniert nur, wenn man sich selbst gegenüber eingesteht, dass psychische Belastungen auch in einem selbst zu suchen sind. Denn Burnout ist nicht nur eine Konsequenz einer sich im Wandel befindenden Gesellschaft, sonder ebenfalls eine Folge der Verdrängung persönlicher Bedürfnisse. Das heißt, der Weg zu mehr Ausgeglichenheit führt nicht ausschließlich über organisatorische, sondern vor allem persönliche Strukturen.

http://www.hcc-magazin.com/systemisches-coaching-instrument-fuer-burnout-praevention/14393

Psychische Erkrankungen verursachen 26 Milliarden Euro Schaden

(08. Mai 2015) Die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz, die seit Oktober 2013 Pflicht ist, stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. "Nicht nur kleine und mittelständische Betriebe sind mit der Durchführung schlichtweg überfordert", resümiert Personalexperte und Geschäftsführer der BWA Akademie (www.bwabonn.de) Harald Müller. Da es laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) allein in Deutschland derzeit 90 unterschiedliche Verfahren gibt, ist eine Unterstützung durch professionelle Experten meist sinnvoll. Diese helfen dabei, das Projekt "Gefährdungsbeurteilung" effizient umzusetzen - ein nicht ganz unwichtiges Thema: Nach jüngsten Berechnungen der Bundesregierung entstehen der deutschen Wirtschaft durch psychische Krankheiten jährlich Produktionsausfälle von 26 Milliarden Euro.

Zahl der betrieblichen Fehltage durch psychische Belastungen nimmt dramatisch zu

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat beruflichen Stress mit zu den "größten Gefahren des 21. Jahrhunderts" erklärt. Wohl zurecht, denn die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu und die Zahl der Erkrankten steigt stetig an. So hat die Bundespsychotherapeutenkammer festgestellt, dass 12,5 Prozent aller Krankheitsausfälle mittlerweile auf psychische Erkrankungen zurückgehen. Damit ist die Zahl der betrieblichen Fehltage aufgrund von Burnout seit 2004 um fast 1.400 Prozent gestiegen. Der volkswirtschaftliche Schaden ist immens. Arbeitsausfälle wegen psychischen Erkrankungen nehmen in Deutschland mittlerweile Platz 2 bei den Krankschreibungen ein. Auch die Zahl der Frühverrentungen wegen Burnout oder Depressionen steigen.

http://www.presseportal.de/pm/74029/3016185/gefaehrdungsbeurteilung-psychischer-belastungen-unternehmen-sind-oftmals-ueberfordert